Das Forschungsprojekt

Wohnpioniere
Projekte und Initiativen zum gemeinschaftlichen Wohnen leisten in Städten einen wichtigen Beitrag, um nachhaltige Wohn- und Lebenskonzepte zu entwickeln. Sie nehmen eine Pionierrolle ein, indem sie sich aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfelds beteiligen und Prinzipien und Werte wie Solidarität, Demokratie und Nachhaltigkeit im Wohnumfeld aber auch in der Nachbarschaft bzw. im Stadtteil vertreten.

Forschungsprojekt
Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und dem Ingenieurbüro für Stadt- und Regionalentwicklung Plan und Praxis untersucht das IZT im Rahmen der Sozial-ökologischen-Forschung, welche Potenziale gemeinschaftliche Wohnformen zur Lösung demografischer und sozial-ökologischer Herausforderungen haben und wie diese Potenziale im Rahmen einer gezielten Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik realisiert werden können.

Laborstadt

Als Fallbeispiel wurde die Stadt Potsdam ausgesucht. Gemeinsam mit der Stadt sowie weiteren Praxispartnern vor Ort wird untersucht, welche Möglichkeiten neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens für die Stadtentwicklung in Potsdam bieten und mit welchen Instrumenten sie gefördert und umgesetzt werden können.

Infoblatt zum Projekt ⇓

Poster zum Projekt ⇓

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Definition "Gemeinschaftliches Wohnen" im Projekt ⇓

Im Projekt werden als Gemeinschaftliches Wohnen jene Wohnformen verstanden, bei denen sich Menschen bewusst für das gemeinschaftliche Leben und eine gegenseitige Unterstützung entscheiden. Dies kann in einem Haus mit jeweils separaten Wohnungen organisiert sein oder auch in Wohngemeinschaften. Die dabei gleichberechtigten Bewohnerinnen und Bewohner bilden unabhängig von familiären Bezügen einen Wohnverbund, der als Modell auf Langfristigkeit angelegt und in wesentlichen Bereichen durch die Bewohnerinnen und Bewohner selbst organisiert ist.

Davon abgrenzend richtet sich das Forschungsinteresse nicht auf betreutes Wohnen, Demenzwohngruppen o. ä. Wohnformen, in denen die Prinzipien Freiwilligkeit und Selbstbestimmung nur eingeschränkt gelten.

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Forschungsfragen

  • Welche sozialen, ökologischen und ökonomischen Potenziale weisen gemeinschaftliche Wohnformen auf?
  • Wie wird in unterschiedlichen Städten mit dem Thema gemeinschaftliches Wohnen umgegangen? Ist es dort Bestandteil der kommunalen Wohnungspolitik?
  • Welche Koordinationsmechanismen werden in den Städten eingesetzt, um gemeinschaftliches Wohnen zu fördern?
  • Welche Synergiepotenziale weisen Projekte zum gemeinschaftlichen Wohnen auf (z. B. Kombination von Wohnen mit Formen gemeinsamer Vereinstätigkeit, Quartiersarbeit, gegenseitiger Unterstützung)? Wie können diese Synergien gezielt ausgebaut werden?