Charlottes kompletter Erlebnisbericht

Durch eine Mail des Bundesverbandes Ökotrophologie e.V. bin ich auf das Jugendforum aufmerksam geworden. Praktischerweise fand die Veranstaltung Ende Juli pünktlich zum Start meiner Semesterferien und zusätzlich noch in meiner Heimatstadt Stuttgart statt. Da mich der Einladungsflyer außerdem neugierig gemacht hat, packte ich spontan meine Sachen und stieg in den Zug.

Besonders durch mein Studium (Ernährungswissenschaften), aber auch durch persönliches Interesse setze ich mich viel mit dem Zusammenhang von Ernährung bzw. verschiedenen Ernährungsweisen und Nachhaltigkeit auseinander. Gerade neuartige Lebensmittel, die Alternativen zu klassischen, tierischen Lebensmitteln darstellen interessieren mich dabei.

Während des Jugendforum konzentrierten wir uns auf die Themen: Algen, Laborfleisch, Insekten und Lupinen. Mit diesen Alternativen habe ich mich bis dahin noch nicht genauer beschäftigt und so konnte ich viel Neues von den Experten erfahren. Mein persönliches Highlight war die Verkostung und die anschließende Bewertung verschiedener Produkte. Die ganzen Insekten zu probieren, kostete mich zwar einige Überwindung, war aber auf jeden Fall einen Versuch wert. Wer kann schließlich schon von sich behaupten, Insekten-Pasta probiert zu haben? Wirklich überzeugt haben mich aber die Lupinen-Produkte. Dabei handelt es sich um eine heimische Pflanze, die durch neue Herstellungsverfahren für die Herstellung von Alternativen zu herkömmlichen Milchprodukten genutzt werden kann.

Die Mischung aus verschiedenen jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichem Wissensstand war sehr spannend. Jeder hatte zwar seinen Standpunkt, es waren aber trotzdem alle auch offen für andere Ansichten. So kamen interessante Diskussionen zustande, die vor allem durch die Arbeit in Kleingruppen angeregt wurden. Dabei ging es vor allem um die vielen praktischen Aspekte, die für die Umsetzung von zum Beispiel Laborfleisch bedacht werden müssen bzw. ob es überhaupt realistisch ist, diesen Ansatz weiter zu verfolgen.

Mitgenommen habe ich viele neue Eindrücke und auch Blickwinkel, die ich vorher noch nicht bedacht habe. Es war eine gute Erfahrung mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die ich unter anderen Umständen wahrscheinlich nie kennengelernt hätte.