Diskursmonitor In-vitro-Fleisch

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Dr. Arianna Ferrari, ITAS

"Es ist unsicher, ob In-vitro-Fleisch eines Tages ein preiswertes Ersatzprodukt für die Masse der Fleischesser wird oder ein Luxusprodukt." Roth, Johanna (2017): Aus dem Labor in die Küche. Warum Essen demnächst aus dem Drucker kommt und Milch bald grünlich schimmern wird: Forscher erzählen von ihren Visionen. In: Zeit Campus (4), S. 18
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Dr. Arianna Ferrari, ITAS

"Die Wahrnehmung ist: Das ist künstlich, das ist gefährlich oder es hat mit Gentechnik zu tun – was nicht stimmt", sagt Ferrari. Dass auch die konventionelle Fleischproduktion oft kaum etwas mit Natürlichkeit zu tun habe, sei den meisten nicht klar. Reichardt, Alina (2017): Die Alternative zum Schlachten. Muskelzellen von Rind und Schwein wachsen in einer Petrischale: In-vitro-Fleisch soll das Töten von Tieren überflüssig machen. In: Berliner Morgenpost, 04.07.2017 (179), S. 23.
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Hanni Rützler, futurefoodstudio

„Es ist fast wie Fleisch, es ist nicht so saftig, aber die Konsistenz ist perfekt.“ Erster Burger aus Laborfleisch vorgestellt. Kein Tier muss sterben. In: Frankfurter Rundschau, 06.08.2013
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Richard David Precht, Autor von "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

"Wir brauchen das Kulturfleisch [ = In-vitro-Fleisch], um das ökologische Desaster auf der Welt zu lösen." Franke, Nadine (2017): Ich streichele keine Hunde. In: Sächsische Zeitung, 16.11.2017, S. 9
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Dr. Mark Post, New Harvest

"Die Frage ist, welches Produkt kann das Verlangen der Bevölkerung nach Fleisch erfüllen? Das wird immer größer […]. Und In-vitro kann die gesamte Bandbreite von Fleischsorten abdecken. Das wird mit Proteinen auf pflanzlicher Basis viel schwieriger." Fleming, Amy (2017): Ohne ein einziges Tier zu töten. Fleisch aus dem Labor. Hg. v. Zeit Online (42). Online verfügbar unter http://www.zeit.de/wissen/2017-10/in-vitro-fleisch-labor-zellulaere-landwirtschaft-finless-foods.
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Dr. Mark Post, New Harvest

"Die Leute wissen nicht, was in Bratwürsten drin ist. Warum sollten sie dann kein In-vitro-Fleisch essen?" Reagenzfleisch und Tomatenfisch. Überbevölkerung: Wissenschaftler stellten Ideen zum Essen der Zukunft vor. In: Frankfurter Neue Presse, 23.04.2016, S. 22
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Sergey Brin, Google

"Drei Dinge können in Zukunft passieren: Erstens, wir werden alle Vegetarier - das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. Zweitens, wir ignorieren die Probleme und schädigen weiterhin die Umwelt. Oder drittens, wir machen etwas Neues." Fleming, Amy (2017): Ohne ein einziges Tier zu töten. Fleisch aus dem Labor. Hg. v. Zeit Online (42). Online verfügbar unter http://www.zeit.de/wissen/2017-10/in-vitro-fleisch-labor-zellulaere-landwirtschaft-finless-foods.
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Mike Selden, Finless Foods

"Das gute alte Bier wird oft in laborähnlichen Räumlichkeiten entwickelt: Alles ist weiß, man trägt Laborkittel und Handschuhe und benutzt Labortechnik. Wenn wir hier also Laborfleisch machen, dann ist Bier auch Laborbier." Fleming, Amy (2017): Ohne ein einziges Tier zu töten. Fleisch aus dem Labor. Hg. v. Zeit Online (42). Online verfügbar unter http://www.zeit.de/wissen/2017-10/in-vitro-fleisch-labor-zellulaere-landwirtschaft-finless-foods.
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Bernhard Burdick, Verbraucherzentrale NRW

"Noch ist nicht bekannt, ob Menschen das künstliche Fleisch genauso gut vertragen wie echtes." Kranz, Beate (2018): Wiesenhof setzt auf Fleisch aus dem Labor. Geflügel-Konzern investiert in künstliche Muskelfaser-Produktion - und beteiligt sich an israelischem Biotech-Unternehmen Supermeat. In: Berliner Morgenpost, 06.01.2018 (5), S. 7
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Dr. Arianna Ferrari, ITAS

"Wenn sich viele Menschen vorstellen können, auf Laborfleisch umzusteigen, dürfte das gut für das Klima sein, weil die konventionelle Fleischproduktion viel CO2 freisetzt." Roth, Johanna (2017): Aus dem Labor in die Küche. Warum Essen demnächst aus dem Drucker kommt und Milch bald grünlich schimmern wird: Forscher erzählen von ihren Visionen. In: Zeit Campus (4), S. 18
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Dr. Arianna Ferrari, ITAS

"Ökolandbau ist in Deutschland mittlerweile verbreitet und hoch angesehen, In-vitro-Fleisch steht in einem gefühlten Widerspruch zur natürlichen Erzeugung von Lebensmitteln." Reichardt, Alina (2017): Die Alternative zum Schlachten. Muskelzellen von Rind und Schwein wachsen in einer Petrischale: In-vitro-Fleisch soll das Töten von Tieren überflüssig machen. In: Berliner Morgenpost, 04.07.2017 (179), S. 23
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Inge Böhm, ITAS

"In Zukunft könnte In-vitro-Fleisch vielleicht helfen, Probleme zu lösen, die unseren Fleischkonsum im Hinblick auf eine wachsende Weltbevölkerung, den Klimawandel und Tierschutz betreffen. Mit der Kultivierung von tierischen Muskelstammzellen in einer Zellkultur wäre es eventuell nicht länger nötig, unter enormem Ressourcenaufwand Tiere erst heranzuzüchten und dann zu töten." Morawec, Barbara (2017): Fleisch genießen, ohne Tiere zu töten. In-vitro-Fleisch könnte in Zukunft Veggie-Wurst und Soja-Steak ablösen. In: Salzburger Nachrichten, 09.10.2017 (234), S. 17.
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Fleischatlas 2018

Fleisch aus Fabriken, die eher Raffinerien oder Chemieanlagen entsprechen, macht mit der Massentierhaltung Schluss. Heinrich-Böll-Stiftung; BUND; Le Monde diplomatique (2018): Fleischatlas 2018. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel, zuletzt geprüft am 11.01.2018
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Tierrechtsorganisation Peta

„In moralischer Hinsicht ist In-vitro-Fleisch positiver zu bewerten als das Abschlachten von Milliarden von Tieren, die zuvor in Enge und Gestank leben mussten, um dann oft bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen." Sauer, Stefan (2017): Schnitzel aus dem labor. Ein Start-up will Fleisch durch Zellteilung herstellen, ohne dafür Tiere schlachten zu müssen. In: Frankfurter Rundschau, 27.08.2017
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Sebastian Joy, ProVeg

Kultiviertes Fleisch sei eine "interessante Alternative" und zwar auch aufgrund der besseren Umweltbilanz. Schließlich ist die Massentierhaltung enorm energieintensiv. So setzen Wiederkäuer wie Rinder zum Beispiel viel Methan frei. Gleichzeitig werden immer wieder Wälder abgeholzt, weil man mehr Fläche braucht, um Tierfutter anzubauen. Schon jetzt steht die Tierhaltung bereits für 20 Prozent der Treibhausgasemissionen und gilt als einer der Treiber des Klimawandels. Jahberg, Heike; Neuhaus, Carla (2018): Frisch aus dem Labor. Ob Fleisch, Fisch oder Kräuter: Etliche Nahrungsmittel könnten künftig künstlich hergestellt werden. In: Der Tagesspiegel, 21.01.2018 (23358), S. 22
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Fleischatlas 2018

Aus tierethischer Sicht ist dies [die Verwendung von Kälberserum im Kulturmedium für der In-vitro-Fleisch] problematisch, weil wahrscheinlich auch die Föten zu diesem Zeitpunkt bereits Leid empfinden. Heinrich-Böll-Stiftung; BUND; Le Monde diplomatique (2018): Fleischatlas 2018. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel.
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Stephan Gersteuer, Bauernverband Schleswig-Holstein

"Kunstfleisch würde die Massentierhaltung fördern." Er befürchtet, dass bäuerliche Betriebe preislich nicht mit dem Fleisch aus der Petri-Schale mithalten könnten und nur die großen Betriebe überleben würden. „Wiesenhof braucht dann ja auch gar keine produzierenden Bauern mehr.“ Das wäre das Ende für die Landwirtschaft. Hassink, Saskia (2018): Fleisch der Zukunft: Wenn das Steak im Labor wächst. Der deutsche Geflügelfleischmarktführer PHW beteiligt sich an einem Start-up, das künstliches Fleisch herstellt. Die Fleischproduktion im Labor könnte Tierleid vermeiden und Ressourcen sparen. Die Bauern sehen sich bedroht, die Verbraucher trauen dem Labor-Fleisch noch nicht. In: Lübecker Nachrichten, 05.01.2018, S. 6.
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Bernhard Burdick, Verbraucherzentrale NRW

"Weniger Fleisch essen, beim Fleischkauf auf artgerechte Tierhaltung achten und mehr Geld für Fleisch ausgeben - mit diesen Maßnahmen könnte jeder Verbraucher sehr viel schneller zu einem besseren Tierschutz beitragen, als auf Ersatzfleisch aus dem Reagenzglas zu warten. […] Und dies käme sowohl der Umwelt, der eigenen Gesundheit, den Tieren und Bauern zugute." Kranz, Beate (2018): Wiesenhof setzt auf Fleisch aus dem Labor. Geflügel-Konzern investiert in künstliche Muskelfaser-Produktion - und beteiligt sich an israelischem Biotech-Unternehmen Supermeat. In: Berliner Morgenpost, 06.01.2018 (5), S. 7
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Fleischatlas 2018

"Einige wenige Biotech-Firmen könnten nun den Markt unter sich aufteilen." Heinrich-Böll-Stiftung; BUND; Le Monde diplomatique (2018): Fleischatlas 2018. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel, zuletzt geprüft am 11.01.2018
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Armin Valet, Verbraucherzentrale Hamburg

„Im Labor erzeugtes Fleisch hat aus Umwelt- und Tierschutzsicht sicher manche Vorteile, dennoch ist es eine unappetitliche Vorstellung." Sauer, Stefan (2017): Schnitzel aus dem labor. Ein Start-up will Fleisch durch Zellteilung herstellen, ohne dafür Tiere schlachten zu müssen. In: Frankfurter Rundschau, 27.08.2017
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Christian Schmidt, ehemaliger Bundeslandwirtschaftsminister (CSU)

"Aktuell sind die In-vitro-Fleisch-Produkte aufgrund der hohen Preise für den Großteil der Verbraucher wirtschaftlich keine Alternative." Jahberg, Heike; Neuhaus, Carla (2018): Frisch aus dem Labor. Ob Fleisch, Fisch oder Kräuter: Etliche Nahrungsmittel könnten künftig künstlich hergestellt werden. In: Der Tagesspiegel, 21.01.2018 (23358), S.22
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Erich Schlumpf, Proviande

Hinzu kommt, dass die Bevölkerung weiterhin Milch würde trinken wollen. […] "Künstliches Fleisch wird höchstens als Alternative dienen, nicht als Ersatz." Comtesse, Mirjam (2017): Für diesen Hamburger muss kein Tier sterben. In: Berner Zeitung, 05.01.2017, S. 14.
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Erich Schlumpf, Proviande

[Es hätte] Folgen für die Schweizer Bauern, wenn die Konsumenten nur noch Fleisch aus dem Labor zu sich nähmen: "Auf zwei Dritteln der landwirtschaftlichen Fläche in der Schweiz kann nur Gras wachsen." Comtesse, Mirjam (2017): Für diesen Hamburger muss kein Tier sterben. In: Berner Zeitung, 05.01.2017, S. 14.
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Frank Albers, Albers Food

"Wir reden immer davon, dass alles möglichst natürlich sein soll - dazu passt Fleisch aus dem Chemielabor einfach nicht. Wenn ich kein Fleisch essen möchte, dann esse ich eben Gemüse." Otto, Christin (2017): Nichts für blutige Anfänger. Vom perfekten Steak bis zum edlen 800-Grad-Grill: Zu Besuch auf einer Messe, auf der sich alles ums Fleisch dreht. In: Die Welt, 12.10.2017 (238), S.23
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Robert Kecskes, GfK (Marktforschung)

"Extreme Ernährungstrends wie Insekten und das im Reagenzglas gezüchtete In-vitro-Fleisch haben so gut wie keine Akzeptanz beim Verbraucher." Dierig, Carsten (2017): Das neue Brot ist bunt. Die Lebensmittelindustrie sorgt jährlich für gut 100.000 Produktneuheiten - überleben werden die wenigsten. In: Die Welt, 09.10.2017 (235), S. 12